| Der lange Weg der Nahrung durch
den Körper In den meisten Fällen beginnt der Verdauungsvorgang schon bevor wir den ersten Bissen in den Mund gesteckt haben. Beim Anblick oder vom Duft einer appetitlichen Speise - manchmal auch, wenn man nur daran denkt - "läuft einem buchstäblich das Wasser im Mund zusammen"! Ein Vorgang, der für eine gute Einspeichelung der Nahrung sorgt und so den ersten wichtigen Teil der Verdauung, das Kauen und Schlucken erleichtert. Im Mund beginnt dann der rund 8 Meter lange Weg, den die Nahrung während des Verdauungsvorganges zurückzulegen hat. Hier werden die Speisen von den Zähnen zerkleinert und mit Speichel vermischt. Essen wir zu hastig und sind die Bissen, die wir schlucken, zu groß oder zu fest, dann werden diese nicht vollständig verdaut und stellen für den Magen und Darm eine große und gleichzeitig nutzlose Belastung dar. Gut gekaut, ist halb verdaut Je intensiver die Nahrung gekaut und eingespeichelt wird, desto leichter gleitet der geschmeidig gemachte Nahrungsbrei durch die Speiseröhre in den Magen und desto einfacher ist es für den Magen, den begonnen Verdauungsprozess fortzuführen. Zu diesem Zweck wird der Nahrungsbrei immer wieder mit Magensaft, der hauptsächlich aus Salzsäure und Pepsin besteht, durchmischt. Wenn uns etwas schwer im Magen liegt Wie lange die Nahrung im Magen bleibt, hängt zwar auch davon ab, wie gut sie im Mund bereits zerkleinert, bzw. vorbereitet wurde, aber entscheidend für die zum Teil extremen Zeitunterschiede (Verweildauer) sind doch Menge und Art der Speisen. Während eine klare Brühe den Magen bereits nach einigen Minuten verlässt, kann die Aufenthaltsdauer bei einem festen Gänsebraten bis zu acht Stunden betragen! Der Magen ist nicht das wichtigste Verdauungsorgan, er leistet jedoch wesentliche Vorarbeiten für den nachfolgenden Darmabschnitt, der dann die eigentliche Verdauung , die Umwandlung der Nahrungsstoffe in körpereigene, verwertbare Nährstoffe übernimmt. Nahrung wird zur Energie Nachdem die Nahrung im Magen gründlich vorverdaut wurde, wird sie in kleinen, darmgerechten Portionen in den Zwölffingerdarm transportiert und dort in ihre Hauptbestandteile, wie z.B. Fette, Eiweiß und Kohlehydrate zerlegt. Das geschieht unter dem Einfluss von Bauchspeicheldrüsen- und Gallensaft. Der jetzt stark verflüssigte Nahrungsbrei wird anschließend im Dünndarm weiter aufgespalten und die Nährstoffe in der Flüssigkeit gelöst. Jetzt beginnt ein weiterer Teil der Ver- dauung: Die gelösten Nährstoffe werden mit der Flüssigkeit durch die Zotten der Darmwandschleimhaut aufgesaugt und über die Blutbahn zur Leber und dann zu den anderen Bestimmungsorganen und Körperregionen weitergeleitet. Dort werden sie in die für die Funktion des Körpers wichtige Energie umgewandelt. Auch der Dickdarm gibt noch - in geringen Mengen - Nährstoffe und Flüssigkeit ab, bis die Nahrungsreste auf etwa 200 bis 300 g./Tag eingedickt sind und den Körper durch den After verlassen. Gut essen und trotzdem gesund leben "Der Mensch ist, was er isst....." lautet eine Redensart, "......und wie er isst"!, sollte man noch hinzufügen. Denn Genuss und Gesundheit müssen keine Gegensätze sein! An uns liegt es, die liebgewordenen Ess- und Trinkgewohnheiten mit dem reichlich vorhandenen Angebot für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Kost und den Erfordernissen einer gesunden Verdauung in Einklang zu bringen. Erkrankungen des Verdauungssystems Krankheitserscheinungen wie Völlegefühl, Blähungen, Durchfall, Verstopfungen, Erbrechen u.s.w. bezeichnen wir als funktionelle Erkrankungen. Wenn einzelne Organe erkranken, spricht man von organischen Erkrankungen. Beschwerden im Magen - Darm - Bereich werden häufig von unbewältigten seelischen Konflikten verursacht. Das zeigt den engen Zusammenhang zwischen Erkrankungen in diesem Bereich und seelischen Einflüssen. Orts- u. Klimawechsel auf Reisen und im Urlaub, zu wenig Bewegung, langes Sitzen, Bettlägerigkeit u.s.w. sind verantwortlich für Erkrankungen durch äußere Einflüsse. Die modernen, verfeinerten Nahrungsmittel mit ihrem Mangel an Ballaststoffen (das sind schwerverdauliche Pflanzenteile, die für eine ausreichende Füllung des Darmes und damit für den Transport des Nahrungsbreis sorgen) sind sehr oft schuld an Darmträgheit und Verstopfung. Durch die erwähnten Einflüsse und Erkrankungen kommt es häufig zu Störungen der Darmflora, die ihrerseits in vielen Fällen Ursache für funktionelle und organische Erkrankungen sind. Der Darm - eine imponierende Anlage Die Oberfläche des Dünndarms ist größer als ein Tennisplatz Damit der Körper überhaupt in der Lage ist, die großen Mengen lebenswichtiger Nährstoffe aus dem Darm aufzunehmen, ist die Innenwand des etwa 6 bis 7m langen Dünndarms mit Millionen von winzigen, fingerförmigen Zotten besetzt. Dadurch wird die Oberfläche des Darmes auf eine enorme Fläche von etwa 300 qm vergrößert. Täglich werden viele Millionen Darmzellen produziert. Täglich werden viele Millionen Darmzellen produziert Über die Darmzotten, in denen auch Blutgefäße und Lymphbahnen verlaufen, werden die auf- bereiteten Substanzen zusammen mit der Darmflüssigkeit in die Blutbahn geschleust. Diese Schwerstarbeit der Darmschleimhaut beinhaltet zugleich ein schnelles Verbrauchtsein derselben. Neue Zellen werden gebildet. Auch herrscht im Dickdarmbereich eine erstaunliche Lebensgemeinschaft.
Eine erstaunliche Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Der Verdauungsakt wird von den im Dickdarm angesiedelten Bakterienkulturen erheblich unterstützt. Die dadurch entstehende Darmflora hilft dem Organismus bei seiner Verdauungsarbeit. Die Darmflora hilft bei der Verdauungsarbeit In der Lebensgemeinschaft (Symbiose) des Menschen mit seinen Darmbakterien sind diese für einen wichtigen Teil der Verdauung, nämlich die Zersetzung des Nahrungsbreis, mitverantwortlich. Sie beteiligen sich hauptsächlich an den Gärungs- u. Fäulnisvorgängen in Dünn- u. Dickdarm und sind dort normalerweise auch in ausreichenden Mengen vorhanden, um diese Aufgaben erfüllen zu können. Gefahr durch Zerstörung des Zusammenlebens Störungen innerhalb dieser Lebensgemeinschaft werden durch vielerlei Einwirkungen von außen, wie falsche Ernährung, Medikamente etc., aber auch durch bereits vorhandene Krankheiten im Magen-Darm-Bereich hervorgerufen. Andererseits hat eine Schädigung der Bakterienkulturen des Darms weit reichende Folgen. Heute weiß man, dass viele Krankheiten und Leiden, bei denen man früher keinen Zusammenhang erkannte, durch eben diese Schädigungen verursacht oder beeinflusst werden. Eine Symbiose wieder herzustellen bzw. sie zu erhalten hat im therapeutischen Bereich oberste Priorität. Hierzu bieten sich entsprechende Ernährungsweisen, Darmfloraaufbauende und -unterstützende Präparate bzw. die Colon - Thermo - Hydro - Therapie an. Diese Zeilen dienen als Information und geben keinen Hinweis auf ein Heilversprechen. *** Dies ist eine Kopie der Fa. ARDEYPHARM, Herdecke |